Perfektionismus blockiert deine Umsetzungskraft - Praxistipps

„Perfektion bedeutet Lähmung“ -Winston Churchill
perfektionismus sprengen


Perfektionismus hat in meiner Vergangenheit mehr Schaden angerichtet, als wenn es mir geholfen hätte. Ich habe viel Zeit verloren, meine Lebensträume nicht direkt ausgelebt und dadurch viel Potenzial verschwendet. Ich möchte das du nicht den selben Fehler machst wie ich, deswegen schauen wir uns dieses Thema jetzt genauer an.

Gehörst du auch zu den Perfektionisten? Und wenn "Ja", wieso schaden wir uns so damit? Ist es nicht gut, wenn man alles perfekt machen möchte? Früher kam es mir niemals in den Sinn etwas das nicht perfekt ist zu veröffentlichen. Zu groß war die Angst davor, dass es Menschen gibt die mich kritisieren oder auslachen.

Da war immer diese innere Stimme, die was zu meckern hatte und bevor ich mich damit auseinandersetzen musste, habe ich es dann schließlich lieber ganz sein gelassen.

Ich glaube du kennst es genauso oder in einer anderen Form, aber wieso verhalten wir uns so? Woher kommt diese innere Stimme und diese Angst?


Eltern übertragen uns bereits in den ersten Lebensjahren ein bestimmtes Wertesystem, aber nicht nur die Eltern…

Die Schuld jetzt den Eltern zuzuschieben ist nicht meine Art und trotzdem geschieht es in der Regel genau so. Dadurch haben wir in etwa diese Richtschnur für unser Leben verinnerlicht:

  • „Ich muss alles im Griff haben.“
  • „Ich sollte immer gut Bescheid wissen.“
  • „Entweder mache ich es hundertprozentig oder ich lasse es lieber bleiben.“
  • „Wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann hat es negative Konsequenzen für mich.“

Es sind aber nicht nur die Eltern und wenn es die Eltern nicht sind, dann ist die zweite Ursache unser veraltetes Schulsystem. Nirgendwo konzentriert man sich mehr auf die Fehler eines Menschen. Statt das was richtig war in einer Klausur, wird lieber auf die falschen Antworten hingewiesen und das mit einem dicken roten Stift. Kein Wunder, dass wir uns nicht besser fühlen und demotiviert sind.

Was ist die Folge? Wir wollen nichts mehr falsch machen, denn Fehler tun uns weh. Wir werden bewertet (meist kritisch) und seien wir mal ehrlich, das will keiner. Das Ende vom Lied ist, das wir uns dabei schwertun, etwas Neues zu beginnen.

Doch genug darüber geschrieben, woher die Ursachen kommen. Konzentrieren wir uns lieber auf das, was wir kontrollieren können und übernehmen Verantwortung über unser Leben!


Richte dein Leben nach dem Pareto-Prinzip aus 

Laut dem italienischen Volkswirtschafter Wilfredo Pareto, sind 20 % unserer Arbeiten für 80 % des End-Ergebnisses verantwortlich. Dieses Prinzip ist nicht aus der Luft gegriffen und einige Beispiele beweisen es:

  • 20 % der Waren bringen 80% des Umsatzes
  • 20 % der Produkte erzeugen 80 % Fertigungskosten
  • 20 % der Mitarbeiter verursachen 80 % der Fehltage

Natürlich trifft dieses Verhältnis nicht immer punktgenau zu, doch in fast allen Fällen kommt es diesem Verhältnis sehr nahe.

Ich weiß nicht wie es dir geht, aber als ich das zum ersten Mal gelesen habe, war ich schockiert wie viel Zeit ich in die restlichen 20 % investiert habe.

Hoffentlich bist du genauso schockiert wie ich damals, aber bitte auch gleichzeitig erleichtert, welches Potenzial die neue Erkenntnis für dich hat.

Wenn man die meisten Fragen würde, ob man mit 80 % Erfolg schon zufrieden wäre, würden die meisten sagen „Joa wäre schon mal ein Anfang…“ und wenn man dann noch sagt das 20 % Aufwand dafür ausreichen würde die Aussage so klingen „Zufrieden? Ne, ich bin begeistert!“.

Das einzige was wir herausfinden müssen ist, welche 20 % der Arbeiten sind für die 80 %  des Ergebnisses verantwortlich. 

Sobald du dies herausgefunden hast, geht es richtig steil. Denn jetzt bekommst du einen klaren Fokus und konzentrierst dich gleichzeitig auf das, was dich wirklich voranbringt.


„Perfektionismus“ Adé und herzlich willkommen „Qualität“ 

Statt nach Perfektionismus zu streben, sollten wir nach Qualität streben. Das nimmt uns den Druck weg. Wir fühlen uns nicht mehr überfordert. Wir schieben nichts mehr auf. Wir setzen um und erhalten Ergebnisse. Das wiederum erzeugt Endorphine. Wir sind glücklich und spüren Motivation weiter zu machen, denn wir wollen mehr davon! Und genau diese neue Ansicht, bringt uns näher an der Perfektion, als die alte Ansichtsweise.

Genial, oder? Und selbst wenn es nicht nahe an der Perfektion ran reicht, ist es uns nicht so wichtig, weil wir wissen, dass wir mindestens 80 % des Ergebnisses in der Tasche haben und darauf kann man schon verdammt nochmal stolz sein.

Meine Lebensansicht lautet: 

Ich muss nicht perfekt sein, sondern echt. Jeder Fehler bringt mich nach vorn und macht mich besser. Lieber starte ich nicht perfekt, als perfekt zu warten.

Folgende Aussagen unterstreichen die neue Lebensansicht:

  • Überpünktlich muss ich nicht mehr sein, pünktlich genügt vollkommen.
  • Ich muss nicht alles bis in letzte Detail planen und umsetzen, stattdessen konzentriere ich mich auf die 20 % die mir 80 % der Ergebnisse liefern.
  • Ich muss nicht alles wissen! Wofür gibt es Nachschlagewerke wie Wikipedia, Google und schriftliche Nachschlagewerke?
  • Wieso alles selber erledigen? Delegieren macht mir vieles einfacher und spart mir zudem Zeit und letztlich sogar noch Geld.
  • Ich muss nicht fehlerlos arbeiten, denn diesen Anspruch gerecht zu werden, tut mir auf Dauer nicht gut. Erst durch Fehler lerne ich dazu und werde besser!


Zum Schluss teile ich gerne noch motivierende Zitate über das Thema „Perfektionsmus“ mit dir 

  • „Hätte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt, dann wäre sie heute noch nicht fertig.“ -George Bernard Shaw
  • „Eine Erfolgsformel kann ich dir nicht geben; aber ich kann dir sagen, was zum Misserfolg führt: der Versuch jedem gerecht zu werden.“ -Herbert Bayard Swope
  • "Charme und Perfektion vertragen sich schlecht miteinander. Charme setzt kleine Fehler voraus, die man verdecken möchte“. -Catherine Deneuve
  • "Idealisten sind Menschen, die so tun, als könnte man Ideale verwirklichen." - William Faulkner
  • Ein Mensch würde nie dazu kommen, etwas zu tun, wenn er stets warten würde, bis er es so gut kann, dass niemand mehr einen Fehler entdecken könnte. - John Henry Newman

Hoffentlich inspirieren dich diese Zitate genauso wie mich.

Jetzt würde ich gerne noch von dir erfahren, welche Erfahrungen du mit dem Thema Perfektionismus gemacht hast und wie du damit umgegangen bist. Inspiriere andere Menschen mit deiner Geschichte. Ich freue mich über jeden Kommentar.


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