Umsetzung verbessern: Aufschiebeverhalten aufdecken & eliminieren

Du kennst es, ich kenne es und sind wir mal ehrlich, jeder Mensch kennt es. Das Aufschieben von wichtigen Dingen, die gemacht werden sollten.  

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Dabei kennst du bestimmt auch dieses Gefühl, „eigentlich“ müsste man dieses oder jenes Mal tun, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen, aber stattdessen kommt immer was dazwischen und die Umsetzung bleibt aus. 

Negative Aussagen für die Umsetzung

 So entstehen meistens die besten Aussagen von Aufschiebern:

  • „Wenn ich bloß wüsste, wo ich anfangen soll…“
  • „Besser ist es, morgen zu starten…“
  • „Ich mache es, sobald es meine Zeit zulässt…“
  • „Heute habe ich einfach keine Lust“
  • „Das kann warten, es gibt Wichtigeres…“
  • „Wenn es darauf ankommt, kriege ich das alles schon hin. Aber es muss ja nicht sofort sein.“

Viele Menschen die oft aufschieben, sind gleichzeitig auch die talentiertesten Ausrede-Erfinder. Das Schlimmste an dieser Sache ist aber, wir belügen uns selbst dabei, kommen nicht in die Umsetzung und verhindern somit unseren Erfolg.


Aufschiebeverhalten aufgrund fehlender Selbstorganisation 

Oft fehlt es uns an Organisation und das erschwert natürlich den Drang danach auch wirklich umzusetzen. Oft sind uns unsere Prioritäten nicht bewusst und da können uns sollten wir entgegenwirken, indem wir uns zu Beginn eines Tages unsere Prioritäten festlegen. Dabei sollten wir uns immer die Fragen stellen, welche Aktivitäten bringen mich meinen Zielen wirklich näher? Welche Dinge können warten oder was könnte sogar abgegeben (delegiert) werden? Was ist gerade in diesen Moment wichtig, aber noch nicht dringend?

Lass es nicht zu das Dinge, die wichtig sind, so dringend sind, dass es einen förmlich stresst und Druck ausübt. Die Kunst ist es, im Leben alles Wichtige sofort zu tun, bevor es dringend wird und die unwichtigen Dinge dann zu tun, wenn man das Wichtige erledigt hat oder wenn es möglich ist, sogar die unwichtigen Dingen zu delegieren. Das kostet zwar in der Regel Geld, aber gibt einen mehr Zeit für die wichtigen und schönen Dinge im Leben. Im Unternehmertum bringt es einen sogar noch Geld ein, wenn man dieses Prinzip des delegieren clever einsetzt. Dies hat mit sogenannten Opportunitätskosten zu tun. In diesem Beitrag möchte ich nicht weiter darauf eingehen, weil es sonst den Rahmen sprengen würde.

Nun zurück zur Selbstorganisation. Ein weiterer Tipp: Plane deinen Tag schriftlich und halte dich daran, somit überlässt du nichts dem Zufall und ersparst dir das Nachdenken, welche Sache als nächstes getan werden musst. Somit senkst du gleichzeitig deine Hemmschwelle effektiv, nicht in die Umsetzung zu kommen.

Zeitdiebe lauern überall und auch das ist uns manchmal gar nicht bewusst. Ob es nun unser E-Mail Postfach oder unsere Social Media Kanäle sind. Jedes davon lenkt uns ab und fördert unser Aufschiebeverhalten enorm. Die Kunst der Umsetzung ist es, Unterbrechungen im Voraus zu verhindern. Das bedeutet, wenn du ein wichtiges Projekt beenden möchtest, solltest du dein Handy auf lautlos stellen und alle Personen, die dich unterbrechen könnten mitteilen, dass du die nächsten paar Stunden nicht erreichbar bist. Somit ist keiner Böse auf dich, wenn du mal nicht sofort eine Rückmeldung gibst und du sorgst dafür das es keine Unterbrechungen jeglicher Art gibt.


Aufschiebeverhalten aus Angst etwas Falsch zu machen 

Die größte Blockade für größere Erfolge bei der Umsetzung ist die Angst Fehler zu machen. Als Kleinkind noch voller Tatendrang neue Dinge zu erlernen, wie Fahrrad fahren und Schwimmen, sind wir von unserem Schulsystem immer mehr dazu programmiert worden, das Fehler was Schlechtes sind. Jeder Test oder Klausur wurde mit einem schönen kräftigen Rotstift korrigiert, damit man auch schön sehen konnte, welche Fehler man gemacht hat und je mehr Rot die Klausur beinhaltete, desto schlechter die Note und somit auch eine schlechtere Stimmung Zuhause. Dadurch haben wir quasi unsere Versagensängste aufgebaut und diese blockieren die meisten Menschen heute immer noch.

Doch nun zurück als wir noch Kleinkinder waren. Da war es einem noch egal, wie oft man hingefallen ist. Da hieß unsere unbewusste Strategie: Trial and Error, hinfallen, aufstehen, hinfallen, aufstehen und auf einmal, siehe da, wurde das Ziel erreicht… alleine Fahrrad fahren, ohne Stützräder. Dieses Beispiel kennt jeder und genau so solltest du es wieder angehen, wenn du ein Ziel erreichen willst. Du kannst nie verlieren, entweder du schaffst dein Ziel oder du schaffst es zunächst nicht, lernst aber gleichzeitig aus deinen Fehlern und schaffst es dann letzten Endes trotzdem.

Der wichtigste Tipp, den ich dir dazu noch auf dem Weg geben möchte ist, sehe Fehler, die du gemacht hast, als Geschenke an, die dich zum Wachsen bringen. Natürlich solltest du versuchen Fehler nicht mehrmals zu machen, sondern daraus lernen, dass diese nicht mehr passieren. Es ist eine Einstellung zum Leben und wenn du erfolgreich umsetzen möchtest, sollte es auch deine Einstellung werden.

Hierzu noch ein schönes Zitat:

„Die besten Jongleure haben die meisten Bälle fallen lassen“ 


Aufschiebeverhalten aufgrund fehlender Motivation 

Eine sehr große Blockade bei der Umsetzung ist die fehlende Motivation. Bist du der Meinung, dass man erst motiviert sein muss, damit man wirklich in die Umsetzung kommt? Dann darfst du dich jetzt freuen, dass du gerade einen negativen Glaubenssatz gefunden hast, der deinen Erfolg sabotiert.

Früher war ich derselben Meinung und habe nichts auf die Kette bekommen. Ich wartete quasi auf die Motivation und war damit gleichzeitig immer ein Spielball der äußeren Einflüsse in meinem Leben. Doch das änderte sich, sobald ich begriffen hatte, dass die Motivation zu 99 % immer dann auftauchte, sobald ich den ersten Schritt gemacht hatte und es dabei egal war, wie ich mich vorher fühlte.

Jeder kennt es vom Sport. Der schwierigste Moment sich zu motivieren ist nicht während der Aktivität, sondern der Weg dorthin. Die Gedankenspiele die wir vorher im Kopf durchgehen und gleichzeitig die Abwägung „ob man wirklich heute zum Sport geht“, machen es uns so schwer. Doch wenn du dir dessen bewusst bist, dass dein innerer Schweinehund weg ist, sobald du da bist, dann hast du eine mächtige Erkenntnis für deine Umsetzungskraft. Doch eine Erkenntnis alleine reicht nicht aus. Es muss eine Gewohnheit werden, die Gedankenspiele sein zu lassen und es einfach zu machen.

Mein finaler Tipp an dieser Stelle ist:

"Warte nicht auf die Motivation, sondern hol dir die Motivation, indem du umsetzt."

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